Ein paar Tage calore ticinese

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Freitag, 17. September 2021. Die Sonne ist wieder da. Schön! Dann mal den Liegestuhl installieren, denn heute leiste ich mir eine dezente, relax-orientierte Pause, garniert mit einem Schäumchen dolce far niente, aromatisiert mit einigen Tropfen Horizontalöl, begleitet von…

Ja, Schatz, ich höre! Nein, ich träume doch nicht, ich bin gleich bei dir!

Wir beraten. Ab morgen soll uns eine Kaltfront erreichen. Was tun? Hier bleiben oder Weiterreisen? Nach Süden oder nach Westen? Wir bleiben noch, denn morgen Samstag ist grosser Markt in Ponte Tresa, und den sollte man schon gesehen haben, wenn man schon mal hier ist. Einverstanden, wir fahren erst Sonntags.

Nachdem alles geklärt ist, setze ich mein heutiges Vorhaben in die Tat um, ich richte den Liegestuhl sorgfältig nach der Sonne aus und installiere mich.

Stunden später. Das Ruhen hat gut getan. Susanne verschlang ein ganzes Buch, während ich döste und die Unterhaltung dem Entschwinden in die Träume überliess. Wir beschliessen den Tag mit einem Grillabend in der wärmenden Abendsonne, diesmal ohne Horizontalöl, dafür mit einem Olivenöl angereicherten Tomatensalat und gerösteten Chnoblibrot Scheiben.

Ein Gin Tonic aus Zwirbels Hausbar begleitet den Abend in die laue Nacht hinein, wir gehen dann mal schlafen und sehen uns morgen. Gute Nacht!


Samstag, 18. September 2021. Es schüttet wie aus Kübeln. Eigentlich gibt es dazu nicht viel zu sagen, vielleicht nur den Hinweis, dass wir natürlich wieder das grosse Los gezogen haben, denn die einzige Region in der ganzen Schweiz, wo es gerade regnet, ist da, wo wir gerade sind. What else!

Gegen Mittag schont es und Susanne macht sich auf den Weg nach Ponte Tresa zum grossen Markt. Dieser soll dem bekannten, noch grösseren Markt in Luino in nichts nachstehen, denn er ist ebenfalls ennet der Grenze in Italien. Mit dem Unterschied, dass er um ein mehrfaches kleiner ist, man findet denselben Feinkosthändler halt nur einmal statt fünfmal wie in Luino.

Gegen Abend entschliessen wir uns, Zwirbel langsam aber sicher reisefertig zu machen. Wir werden morgen ins Wallis weiter ziehen, denn im Westen soll das Wetter etwas stabiler sein als hier südlich. Ins südliche Ausland zieht es uns nicht, denn gemäss Platznachbarn sei am Gardasee unten alles voll, nicht die Leute selber, aber die Campingplätze, wo sie sich aufhalten.

Wir beenden hiermit diese herrlichen Tage calore ticinese, die uns wiederum viele schöne Erinnerungen mit auf den Heimweg geben. Morgen gehts westwärts, wir melden uns und freuen uns, euch da drüben, eben im Westen, wieder zu sehen. Bis bald!